Unternehmen20.05.2021

Die GTÜ lässt Bienen fliegen

  • Bienenweide und eigenes Bienenvolk als Nachhaltigkeitsprojekt des Unternehmens
  • Erste Honigernte wird zum Herbst erwartet
  • Die Prüforganisation legt bei eigenen Werbemitteln zunehmend Wert auf ökologische Aspekte

Seit Monaten summt ein Bienenvolk emsig im Auftrag der GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung mbH. „Zum Weltbienentag am 20. Mai 2021 weisen wir sehr gern auf dieses Projekt hin“, sagt Daniel Klein, Leiter Marketing der GTÜ. „Es ist nicht groß, aber ein wichtiger Baustein für mehr Nachhaltigkeit, die wir seit 2017 zunehmend im Blick haben.“ Der von den Vereinten Nationen ausgerufene Weltbienentag weist auf den Rückgang der weltweiten Bienenpopulation und den dringenden Schutz der Bienen hin. Die Bedeutung der Bienen ist elementar innerhalb der Naturkreisläufe. Rund 75 Prozent der Nahrungsmittelpflanzen auf der ganzen Welt sind abhängig von der Bestäubung insbesondere durch Bienen.

Bereits 2020 hat die GTÜ als ersten Schritt eine 500 Quadratmeter große Bienenweide im Kraichgau gepachtet. „Sie ist ein geeigneter und geschützter Lebensraum für Insekten, Vögel und Wildblumen“, erläutert Joshua Grosan, im GTÜ-Marketing unter anderem für Merchandise und E-Commerce, aber auch für dieses Projekt zuständig. „Der wichtige zweite Schritt ist das seit diesem Jahr fest dort lebende, eigene GTÜ-Bienenvolk.“ Es arbeitet fleißig, und so könnte es zum Jahresende die erste Ernte GTÜ-Honig geben – geschätzt könnten es vielleicht 50 Gläser werden. Sie werden ein sichtbarer und schmackhafter Ausdruck des Nachhaltigkeitsengagements der Prüforganisation sein. Die GTÜ arbeitet in diesem Projekt mit beeswe.love zusammen. Die Organisation und deren erfahrene Imker kümmern sich vor Ort um Weide wie Bienen. Über soziale Medien (Instagram und Facebook) informiert die GTÜ regelmäßig über den Verlauf der verschiedenen Abschnitte eines Bienenjahres.

Bei der GTÜ spielen die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit eine immer größere Rolle. Zu Beginn des Jahres hat das Unternehmen die WIN-Charta („Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit“) des Landes Baden-Württemberg unterzeichnet und deren Leitsätze in ihr unternehmerisches Handeln integriert. Die WIN-Charta unterstützt und fördert die nachhaltige Wirtschaftsweise von Unternehmen. „Auch vergleichsweise kleine Projekten wie das GTÜ-Bienenvolk sind Teil des großen Ziels“, betont Joshua Grosan. Denn es ist eine von vielen konkreten Maßnahmen des Unternehmens, die dem Umweltschutz selbst und dem Bewusstsein dafür zugutekommen. So ist die GTÜ beispielsweise auch „Climatepartner“ bei ausgewählten Foodprodukten: Das dort bei der Produktion angefallene CO2 kompensiert die Prüforganisation über Geldmittel und fördert damit regionale Nachhaltigkeitsprojekte in Deutschland. Auf diese Weise unterstützt das Unternehmen in der Umgebung von Freiburg die Renaturierung eines Waldes, um den Lebensraum des Auerhahns zu erweitern. Im Oberallgäu ist es ein Projekt zur Förderung der natürlichen Schutzfunktion des Waldes.

Auch Werbemittel für die mehr als 2.300 GTÜ-Partner, die diese über die GTÜ-Zentrale in Stuttgart beziehen, sind zunehmend umweltfreundliche Produkte. Dazu gehören unter anderem Kugelschreiber, hergestellt mit einem hohen Anteil an biobasierten Rohstoffen, oder kompostierbare Verpackungen. Diese Produkte unterscheiden sich seit 2020 von anderen des Sortiments durch ein leicht erkennbares GTÜ-Nachhaltigkeitslogo. „In diesem Jahr legen wir den Bestellungen unserer Partner mehrere GTÜ-Samentütchen für Wildblumen bei. Nicht nur die daraus entstehenden Pflanzen sind eine Umweltmaßnahme, sondern auch das Papier der Samentüten. Es besteht zu 20 Prozent aus Tomatenpflanzenfasern“, erläutert Grosan. „Es ist ein selbstgestecktes Ziel des GTÜ-Marketings, unsere Produkte und die damit verbundenen Prozesse so nachhaltig und ressourcenschonend wie möglich umzusetzen.“

Zugleich schlagen die Samentüten einen Bogen zum GTÜ-Bienenprojekt. Denn Bienen im ganzen Land werden die Blumen zu schätzen wissen. Der Anlass übrigens für den Weltbienentag am 20. Mai: Anton Janscha, Rektor der ersten modernen Imkerschule und Verfasser zahlreicher Fachbücher über die Bienenzucht wurde am 20. Mai 1734 geboren. In den vergangenen Jahrzehnten wurden die Nistmöglichkeiten für Bienen immer seltener. Etwa versiegelte Flächen und entferntes Totholz tragen dazu bei. Hinzu kommen die negativen Auswirkungen von Monokulturen in der Landwirtschaft sowie die Bedrohung der Bienen durch Pestizide, die zum Pflanzenschutz versprüht werden. 300 von 560 Wildbienenarten stehen auf der „Roten Liste“ des Naturschutzes.

  • Inhalte zum Download
  • 3x Bilder
  • 1x PDF
  • 1x Word
  • Download