Unternehmen10.06.2026
Sommer ohne Autopannen
- Liegenbleiber-Ursache Nummer 1 ist die 12-Volt-Batterie
- Systeme wie Kühlung und Klimaanlage rechtzeitig prüfen
- Hitze ist zudem ein Stressfaktor für Fahrer und Passagiere
Stuttgart. Sommersonne sorgt nicht nur für gute Laune: Die Hitze kann der Autotechnik zusetzen. Zum Glück zeigen aktuelle Statistiken, dass auch bei heißem Wetter die Zahl der Pkw-Pannen nicht signifikant über dem Jahresdurchschnitt liegt. Dennoch lohnt es sich, auf einige Faktoren zu achten. Die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung mbH nennt wichtige Punkte und hat Tipps zusammengestellt.
Die 12-Volt-Batterie: Die Starterbatterie ist das ganze Jahr über die Nummer 1 unter den Pannenursachen. In der aktuellen ADAC-Statistik für das Jahr 2025 löste sie mehr als 45 Prozent aller Pannen aus. Im Sommer kann die Batterie unter anderem durch Verbraucher wie Klimatisierung und Lüftung besonders stark beansprucht werden. Die GTÜ rät deshalb, die Spannung im Blick zu behalten. Im Ruhezustand sollte sie zwischen 12,4 und 12,7 Volt betragen. Zeigt das Auto den Wert nicht im Cockpit an, kann er mit einem Multimeter gemessen werden. Achtung: Nicht nur bei Verbrennern braucht die 12-Volt-Batterie Aufmerksamkeit, sondern auch bei E-Autos. Denn die Batterieelektrischen fahren zwar mit einem Hochvolt-Akku, benötigen die 12-Volt-Batterie jedoch für das Bordnetz.
Gutes Klima: Kühlung brauchen im Sommer das Auto und der Mensch. Deshalb sollte man die zuverlässige Funktion sowohl des Motorkühlsystems (beim Verbrenner) als auch die Klimatechnik (bei sämtlichen damit ausgestatteten Autos) im Blick haben. Am besten vor dem Beginn der warmen Jahreszeit den Kühlmittelstand prüfen und das System auf sichtbare Lecks checken sowie die Klimaanlage reinigen und inspizieren lassen.
Passende Temperatur: Die Klimatisierung sollte man unterwegs behutsam anpassen: Innenraumtemperaturen zwischen 22 und 25 Grad Celsius gelten als optimal, die Faustregel lautet „bis zu sechs Grad Celsius kälter als die Außentemperatur“. Wer zu stark kühlt, verbraucht nicht nur viel Energie, sondern belastet auch den eigenen Kreislauf, wenn man aus dem klimatisierten Auto aussteigt.
Reifendruck: Die regelmäßige Kontrolle der Reifen und ihres Luftdrucks ist wichtig. Gemessen wird am kalten Reifen – also vor einer Fahrt oder kurz nach dem Losfahren. Das ist im Sommer besonders wichtig, weil der Druck in der warmen Jahreszeit beim Betrieb stärker steigt als bei kalter Witterung. Wer am Morgen vor Fahrtantritt den Reifendruck mit den vom Hersteller empfohlenen Angaben abgleicht, ist auf der sicheren Seite. Wichtig: Bei vollbeladenem Auto, zum Beispiel für die Urlaubsfahrt, wird der Reifendruck oft leicht erhöht. Nach den Ferien senkt man ihn wieder auf den Normalwert.
Sommertipps: Nicht nur die Autotechnik benötigt im Sommer Aufmerksamkeit. Das gilt gleichermaßen für Fahrer und Passagiere. In der warmen Jahreszeit sollte man zum Beispiel stets Getränke wie etwa Wasser an Bord haben. Und keinesfalls Kinder oder Haustiere im in der Sonne abgestellten Auto warten lassen. Denn das Fahrzeug kann sich binnen weniger Minuten gefährlich aufheizen.
