Unternehmen31.03.2026
Entspannt und sicher trotz Stau: Tipps der GTÜ für die Fahrt in den Osterurlaub
- Fahrzeugcheck vor dem Start in die Ferien
- Lohnend: Planung und Vorbereitung vor der Urlaubsfahrt
- Ausreichend Vorräte an Bord und genügend Pausen
- Vorausschauend Fahren und rechtzeitig Rettungsgasse bilden
Stuttgart. Noch einmal zum Abschluss der Skisaison in den Schnee? Oder zum ersten Mal im neuen Jahr in die Sonne? Die Freude auf den Urlaub in den Osterferien ist jedenfalls groß. Und diese gute Stimmung sollte man sich nicht selbst durch Stress aufgrund von Staus auf der Autobahn verleiden. Oft genügen schon kleine Maßnahmen, um auch bei widriger Verkehrslage entspannt und sicher das Ziel zu erreichen. Die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung mbH nennt wichtige Tipps.
Fahrzeugcheck: Ein paar Tage vor der Urlaubsfahrt wird das Auto geprüft. Stimmt der Reifendruck, ist das Reifenprofil in Ordnung? Arbeiten Licht und Bremsen zuverlässig? Müssen eventuell Wischerblätter ausgetauscht oder die Scheibenreinigungsflüssigkeit nachgefüllt werden? Ist die Pannenausrüstung auf dem aktuellen Stand? Sind für Auslandsfahrten zum Beispiel die Warnwesten für alle Passagiere griffbereit? Wenn alles geprüft wurde, geht es mit sauberen Scheiben (innen und außen) und vollem Tank oder komplett aufgeladener Batterie am Reisetag entspannt auf die Straße.
Vorbereitung: Klar, die Urlaubskoffer werden vor dem Start sorgfältig gepackt. Genauso viele Gedanken sollte man sich über das Bordgepäck machen.
Auf jeden Fall gehören ausreichend Getränke und Nahrungsmittel hinein. Für Kinder sollte man ebenfalls Bücher und Spiele mitnehmen. Warum das alles? Ganz einfach: Mit Pech steht man auch mal stundenlang im Stau – wobei das Risiko dafür glücklicherweise gering ist. Der längste gemessene Stau im deutschen Autobahnnetz 2025 war 55 Kilometer lang – mit einer Wartezeit von mehreren Stunden.
Routenplanung: Ziel eingeben und einfach dem Navigationsgerät folgen – daran sind die meisten Verkehrsteilnehmer gewöhnt. Doch gerade für längere Urlaubsreisen lohnt es sich trotz der Leistungsfähigkeit moderner Technik, rechtzeitig und sorgfältig zu planen: Gibt es auf der Strecke zum Urlaubsort große Baustellen oder sogar angekündigte Sperrungen? Einschlägige Apps geben entsprechende Hinweise. Die Autobahn GmbH bietet für Deutschland eine eigene Lösung an. In Österreich hilft die ASFINAG-App, etwa wenn es über den Brenner nach Süden gehen soll. Die Webseiten großer Automobilclubs bieten ebenfalls Verkehrsinformationen. Wenn das Planungsergebnis eine deutlich längere Alternativroute ist, kann man das auch positiv sehen: Wie wäre es mit einer Zwischenübernachtung an einem touristisch interessanten Ort?
Zeitpuffer: Wer in einem Ballungsraum startet und wochentags früh am Morgen zur Urlaubsfahrt aufbricht, kann Staus des Berufsverkehrs durch eine frühe Abreise vermeiden. Ohnehin gibt ein solcher Start wichtige Zeitpuffer, falls die Urlaubsfahrt Staus bereithält. Das schont insbesondere dann die Nerven, wenn man eine feste Ankunftszeit fürs Urlaubsziel vereinbart hat. Besonders wenig Verkehr herrscht meist frühmorgens am Wochenende. In Deutschland gilt der Sonntag als beliebter Reisetag, weil dann ein Fahrverbot für die meisten Lastwagen gilt – allerdings sind dadurch eben auch viele Ferienfahrer unterwegs.
Pausenkultur: Ausreichend Reisezeit macht viele Pausen möglich. Sie steigern die Fitness während der Fahrt – vor allem dann, wenn man sich beim Stopp ordentlich bewegt. Wer die Pausen regelmäßig mit einem Gang zum WC verbindet, bleibt bei Stau oder stockendem Verkehr ebenfalls entspannter.
Sicherheit: Bei Stau kann jeder Verkehrsteilnehmer zur Sicherheit beitragen. Besonders wichtig: In dichtem Verkehr besonders vorausschauend fahren und schon bei stockender Fahrzeugschlange eine Rettungsgasse bilden.
Dazu fahren die Autos auf der ganz linken Spur nach links, und alle anderen weichen nach rechts aus. So entsteht wichtiger Raum für Polizei, Hilfsdienste und den Abschleppdienst. Je schneller sie an den Unfallort gelangen und ihre Arbeit dort erledigen können, desto rascher löst sich der Stau wieder auf – und die Urlaubsfahrt geht weiter.
Akzeptanz: Autobahnstaus können immer vorkommen – ob wegen Unfällen, Baustellen oder einfach nur hohem Verkehrsaufkommen. Die Staubilanz des ADAC für das Jahr 2025 listet allein für Deutschland insgesamt knapp 500.000 Staus auf Autobahnen auf. Ein Großteil davon lösten Baustellen aus. Wer das akzeptiert und sich darauf einstellt, ändert zwar nichts an der Sache. Doch mit dieser Grundhaltung fährt es sich entspannter in die Ferien – das allein fördert Sicherheit im Straßenverkehr.
